Serienreklamationen & Herstellerregress
Wenn sich Beschwerden häufen: Strategien für den Umgang mit Produktionsfehlern und die Durchsetzung von Regressansprüchen gegenüber der Industrie.
Das Problem: Systematische Fehler
Ein Polstermöbelbezug wirft nach wenigen Wochen Falten, bei einer Schrankserie lösen sich die Kanten, oder ein Beschlag bricht immer an der gleichen Stelle. Wenn sich Reklamationen zu einem bestimmten Produkt häufen, liegt der Verdacht auf einen Serienfehler nahe.
Für Möbelhäuser ist dies eine doppelte Belastung: Sie stehen an der Front zum verärgerten Endkunden, sind aber selbst oft auf die Kooperation des Herstellers angewiesen.
Unsere Strategie
- 1Beweissicherung & Dokumentation
Wir helfen Ihnen, die Häufung der Fälle rechtssicher zu dokumentieren, um den Seriencharakter des Mangels nachzuweisen.
- 2Abwehr von Endkundenansprüchen
Nicht jeder Serienfehler berechtigt sofort zum Rücktritt. Wir prüfen, ob Nachbesserung möglich und zumutbar ist.
- 3Durchsetzung des Herstellerregresses
Wir setzen Ihre Ansprüche gemäß §§ 445a, 478 BGB gegen den Lieferanten durch – inklusive Ersatz der Aufwendungen für Transport, Wege, Arbeit und Material.
Ihr Recht auf Regress
Der Gesetzgeber hat mit dem Lieferantenregress (§ 445a BGB) die Position des Händlers gestärkt. Mussten Sie einem Verbraucher Gewährleistung leisten, können Sie diese Aufwendungen oft an Ihren Lieferanten weiterreichen.
Wichtig: Viele Hersteller versuchen, diese Rechte durch AGB oder "Kulanzregelungen" einzuschränken. Wir prüfen Ihre Lieferverträge und wehren unzulässige Klauseln ab.
Checkliste für Serienfehler
- •Betrifft es immer das gleiche Modell/Charge?
- •Tritt der Fehler im gleichen Zeitfenster auf?
- •Gibt es bereits Rückrufe oder Warnungen?
- •Haben Sie den Hersteller schriftlich informiert?
Betroffen von einer Rückrufaktion?
Wir unterstützen Sie bei der Kommunikation mit Kunden und der Abwicklung mit dem Hersteller.
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